Fiji
Von Tonga nach Fiji
Wir muessen uns erst wieder Seebeine wachsen lassen und so werden die ersten beiden Tage auf unserem Weg nach Fiji zur Tortur. Wind um die 25kn genau von hinten und eine Welle die sich nicht fuer eine Richtung entscheiden kann. Es scheint das unterseeischen Berge und verschiedene Stroemungen die See konfus machen und so schaukeln und wackeln wir mehr, als das wir segeln. Als wir uns der Laugruppe naehern, wird es besser und wir unternehmen den Versuch eine Ankererlaubnis per UKW zu bekommen. Aber es wird uns unmissverstaendlich klar gemacht, das wir erst nach Suva zum Einklarieren muessen und dann 1000 USD fuer ein Permit zum Besuch der Laugruppe blechen sollen. Einfach zu teuer und zu umstaendlich und so lassen wir die schoenen Inseln links liegen. Nach 4 Naechten laufen wir bei herrlichem Sonnenschein in die Bucht von Suva, der Hauptstadt Fiji’s ein und muessen entgegen aller Geruechte keine Overtime fuers Wochenende bezahlen, denn wir sagen einfach ueber UKW Bescheid, dass wir erst am Montag einklariert werden wollen. Es klappt alles gut und dann sind wir frei. Die Stadt Suva gefaellt uns gut, es ist nach Panama die erste richtige Stadt im Pazifik und wir geniessen es. Besonders gefaellt es uns auf dem grossen Obst und Gemuesemarkt in Zentrum, wo es eine ganze Etage nur mit Gewuerzen gibt. Das riecht!!!! Es gibt viele indische und asiatische Restaurants und das Essen ist auch fuer unseren Geldbeutel erschwinglich. Ausserdem gehen wir mal richtig shoppen und neben Flosssen, Taucherbrillen und Schnorchel, und den ueblichen Sachen fuers Boot, gibt es auch mal ein paar neue Klamotten. Und weil es gerade so richtig Spass macht, kaufe ich mir ein Abendkleid und Norbert handgenaehte Lederschuhe und so koennen wir uns fuer unseren Tanzabend richtig aufmotzen. Auch vor dem Ausgehen am Abend wurden wir ausfuehrlich gewarnt, aber wie so oft machen wir nur gute Erfahrungen und es wird ein toller Abend. Es gibt viele Leute zu gucken und nach den oft ueppigen Polynesiern gefallen uns die huebschen Inderinnen gut.
Aber natuerlich muessen wir auch wieder am Boot arbeiten. Wir gehen fuer zwei Tage auf die Fischerbootwerft in Suva( unsere beiden Kiele sparen uns mal wieder eine Menge Geld, denn normalerweise koennen hier keine Yachten raus) und streichen neues Antifouling. Nach langem Hin und Her gelingt es uns auch einen Rigger zu finden, wo wir unser angeschlagenes Vorstag wechseln koennen. Wir mieten uns ein Auto und machen eine Inselrundfahrt. Die Landschaft ist abwechslungsreich, auf der Ostseite Regenwald, im Sueden der als Salatschuessel bezeichnet wird, waechst alles an was auf den Boden faellt und im Westen Zuckerrohrfelder soweit das Auge reicht.
Wieder gut ausgeruestet machen wir uns auf den Weg in Richtung Lautoka, der Westseite von Vitu Levu. Die Bestimmungen zum Segeln in Fiji sind nervig, man muss an jedem Ort ein und ausklariern. Trotzem machen wir illegalerweise einen Abstecher zu Insel Benqa und schwimmen, schnorcheln und freuen uns an dem einsamen Ankerplatz. 10 Tage spaeter geht’s weiter nach Lautoka, von wo aus wir eigentlich in die Yasawas segeln wollen. Aber das Wetter macht uns einen Strich durch die Plaene, bei Regen und Starkwind haben wir keine Lust durch die Riffe zu kreuzen und ausserdem muessten wir sowiesso wieder nach Lautoka zurueck um auszuklarieren. Einfach nur umstaendlich und wir haben auch keine Lust uns der deutschen Seglergemeinde in Malololaila anzuschliessen und so beschliessen wir uns auf den Weg nach Vanuatu zu machen. Zumal Lautoka uns nicht sehr gefallen hat, staubig, immer riecht es nach verbranntem Zuckerrohr und die Rauchwolken machen den Himmel truebe. Also los nach Tana, Vanuatu!