7.1. Auf den Kapverden
Auf den Kapverden, wir besuchen Sal, Sao Nicolao, Santa Luzia und Brava
Nach der ersten erholsamen Nacht, werden wir frueh von Sidan geweckt. Sidan ist der einheimische Allrounder, er liefert mit seinem Boot alles, was der Segler so braucht. Und obwohl wir noch kein Geld haben, bekommen wir frisches Brot, wir koennen spaeter bezahlen, alles kein Problem. Nach einem ausgiebigen Fruehstueck, verbringen wir den Tag mit saubermachen, Waesche waschen und einklarieren. Da wir von Anke und Martin kapv. Escudos bekommen haben und auch schon genau wissen, in welcher Reihenfolge wir die Behoerden aufsuchen muessen, geht unser erstes Einklarieren problemlos ueber die Buehne. Und teuer ist es auch nicht, nur 200 ESC, ca. 2 Euro, die fuer den Einreisestempel zu entrichten sind. Am Abend lassen wir uns dann mal wieder lecker gegrillten Thunfisch schmecken. Und es sind immer noch 4 grosse Filets da, der Fang hat sich wirklich gelohnt.
Wir planen mit Anke und Martin eine Inselrundfahrt, aber am naechsten Tag sind wir noch zu faul. Wir erholen uns, quasseln mit anderen Segler und sortieren unseren Parasail, der ja noch als Haufen in der Segellast liegt. Nach 2 Stunden ist er wieder im Sack, wir koennen nur hoffen, das er sich auch problemlos setzen laesst. Am Nachmittag machen wir einen Bummel durch`s Dorf, die Atmosphaere hier begeistert uns. Die Menschen sind freundlich und aufgeschlossen, die Kinder neugierig und richtig niedlich. Norbert kommt aus dem Fotografieren nicht mehr raus. Die Kinder wissen genau, das man auf einer Digitalkamera das Bild gleich sehen kann und so stellen sich alle in Positur, Hunde und Spielzeug muessen auch mit auf`s Bild, und kaum hat hat es “klick” gemacht, springen alle an Norbert hoch, um sich das Foto anzusehen. Es macht uns allen riesigen Spass und als ich dann auch noch Lollies und Kugelschreiber raushole, ist die Freude noch groesser.
Am Freitag raffen wir uns auf und starten zur Inselrundfahrt. Als erstes fahren wir nach Espargos, die Inselhauptstadt hat zwar nicht viel bieten, aber es gibt einen Geldautomaten und wir koennen endlich unsere Schulden bei Anke und Martin begleichen. Und auch das Brot, was uns Sidan weiterhin jeden Morgen liefert, bezahlen. Nach einem kurzen Bummel durch die Stadt, fahren wir mit dem Aluguer (eine Art Sammeltaxi) nach Pedra de Lume. Hier wollen wir die seit den 70 Jahren stillgelegte Saline besuchen. In einen, unter dem Meeresspiegel liegenden Kratersee, fliesst durch unterirdische Tunnel und natuerliche Kanaele, salzhaltiges Atlantikwasser, verdunstet und zurueck bleibt weiss bis rosa gefaerbtes Salz. Die alte Seilbahn und zerfallene Lagerhaeuser zeugen noch vom ehemaligen regen Treiben in der Hafenstadt, aber jetzt wirkt alles wie ausgestorben, nur Sand Salz und Wind. Norbert macht noch einen kurzen Schnorchelausflug an der Steilkueste, ohne etwas interessantes zu entdecken und dann fahren wir weiter nach Santa Maria. Hier im Sueden der Insel, soll sich die “Touristenhochburg” der Kapverden befinden. Aber wir sind angenehm ueberrascht, keine Hotelburgen, keine Liegestuehle und Sonnenschirme am Strand. Es gibt kleine, bunte Haeuser, einige Souvenierlaeden und einen goldgelben Strand. Wir gehen ausgiebig baden und erholen uns am Strand. Noch ein kurzer Ausflug auf die fast zerfallene Bruecke und dann geht`s per Taxi zurueck nach Palmeira. Dort angekommen, stellen wir fest, das die Kinder unser Dinghi als Spielplatz genutzt haben, alles ist voll Sand, aber kein Problem, den kann man ja abwaschen. Den Abend verbringen wir auf der “Just do it”, es gibt Thun, diesmal in Folie gebacken, auch lecker!
Sonnabend und Sonntag dallern wir so rum, bis auf einige Ausfluege ins Dorf zum Einkaufen, Groque trinken (einheimischer Schnaps, der aus Zuckerrohr hergestellt wird und je nach Qualitaet gut schmeckt, oder blind macht) und “Leute gucken”. Es ist wirklich unglaublich, ein Teil des Lebens findet draussen statt und es faszinierend fuer uns, einfach nur zu schauen und das Lebensgefuehl der Menschen aufzusaugen. Die Leute wirken entspannt und gluecklich, obwohl hier niemand reich ist. Wir haben das Gefuehl, die Menschen sind zufrieden, mit dem was sie haben, oder auch nicht haben. Es ist eine ganz andere Welt, die uns begeistert und uns in unserer Reise bestaetigt.
Wir sind gespannt auf die anderen Inseln und so brechen wir am Sonntag abend dann auch gemeinsam mit der “Just do it” auf, um 60sm weiter, nach Sao Nicolao zu segeln. Der stetige Wind der Kapverden schiebt uns durch die Nacht und am naechsten Tag erreichen wir gegen mittag die Bucht von Preguica. Da es ziemlich heftig weht und wir keine genauen Karten von der Bucht haben, werfen wir den Anker weiter draussen, auf 13m Tiefe. Und hoeren auch schon das gruselige Geraeusch, wenn die Kette ueber einen Stein schrammt. Als dann noch einige Fischer vorbei kommen und uns bedeuten, das hier kein guter Platz zum ankern ist und wir weiter in die Bucht sollen, gehen wir wieder ankerauf. Aber das ist leichter gesagt, als getan, nach ein paar Metern geht garnichts mehr. Die Kette hat sich unter einem Felsen verklemmt, Norbert springt ins Wasser und macht die Kette frei. Ein paar Meter weiter dann das gleiche Spiel. Kette klemmt, Norbert taucht, macht die Kette frei, kommt an Bord und ich versuche den Anker weiter hochzuholen. Das wiederholen wir noch zweimal und dann klemmt auch noch der Anker. Norbert versucht nun auf 13m Tiefe zu tauchen, aber ausgelaugt durch die vorherigen Tauchgaenge, kommt er nicht so tief. Die Fischer, welche die ganze Zeit um uns herum gefahren sind, erweisen sich nun als unsere Rettung. Ausgestattet mit Norbert`s Flossen und Taucherbrille, taucht einer runter und befreit unseren Anker. Und dann geleiten sie uns in die Bucht, hier haben wir Sand als Ankergrund. Wir sind erleichtert und als Dank, schenken wir dem Taucher eine Taucherbrille und fuer die anderen gibt es ein paar Schachteln Zigaretten.
Anke und Martin sind schon da, sie haben unser Problem gesehen und gleich auf dem richtigen Platz geankert. Als die Fischer spaeter nochmal vorbeikommen, kaufen wir noch frischen Tintenfisch, den wir uns dann zu Ankerbier schmecken lassen. Abendessen gibt`s auf der “Just do it”, denn diesmal hatte Martin Anglerglueck und hat eine Golddorade gefangen. Die gibt es als Sushi, mit japanischem Merrettich und Sojasosse. Ganz lecker, aber die Muraene, welche die Beiden von den Fischern gekauft haben, fliegt aufgrund unzaehliger Graeten ueber Bord. Wir sind trotzdem alle satt und da ich etwas unruhig bin, wegen dem Schwell auf unserem Ankerplatz, fahren wir bald zurueck zum Schiff.
Am naechsten Tag geht es Anke nicht gut, sie hat sich den Magen verdorben, keiner weiss woran, haben wir doch alle das gleiche gegessen. So machen wir mit Martin allein einen Schnorchelausflug, aber wegen der bewegten See ist das Wasser nicht sehr klar und so koennen wir nicht sehr viel interessantes sehen. Ausser Papageifischen und Trompetenfischen. Fuer die Pfanne ist auch nichts zu finden, aber wir haben noch etwas Golddorade von gestern und so gibts dann abends Spaghetti mit Tomatensahne und Fisch. Das ist jetzt schon der 7. Tag mit Fisch, irgendwie reicht es langsam. Ein Steak waere toll!!!!
Da der Ankerplatz immer schwelliger wird und der Wind auf Sued drehen soll, segeln wir am naechsten Tag um die Ecke nach Tarrafal. Kaum dort angekommen, faengt es an zu regnen und das tut es dann auch fast 48 Stunden. Da am Anfang kein Wind ist,
setzten wir unser Grosssegel am Ankerplatz, um den Wuestenstaub abzuspuelen. Auch unsere salzwasserdurchtraenkten Kissen werden dem Regen ausgesetzt und so gereinigt. Aber nach einem Tag ist alles sauber, nun koennte es auch mal aufhoeren zu regnen. Der verregnete Tag erinnert uns ganz boese an den Limfjord, obwohl es hier ja warm ist. Wir lassen uns aber nicht abhalten und gehen trotzdem an Land. Wir bestaunen das Treiben am Fischersteg, unglaublich was fuer grosse Thunfische und Wahoo`s die Fischer mit ihren kleinen Booten, fangen. Norbert geraet ins Schwaermen, sowas will er auch mal an der Angel haben. Aber erstmal begnuegen wir uns mit kaufen, fuer 2 Euro das Kilo, erstehen wir Wahoofilet und das uebertrifft nun allen Fisch, den wir bisher hatten. Gemeinsam mit Anke und Martin froehnen wir dem guten Essen, was wir immer abwechselnd zubereiten. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt und wir lassen uns immer etwas Neues einfallen. Martin will sogar mal ein Kochbuch schreiben, mit all den Sachen, die man auf solch einer Reise probieren kann.
Am naechsten Tag scheint dann wieder die Sonne und wir machen gemeinsam mit englischen Seglern(es wird billiger, je mehr Leute man findet) eine Rundfahrt ueber Sao Nicolao. Mit Antonio, unserem Fahrer, der gut englisch spricht, gehts nach Ribeira Brava, der Inselhauptstadt. Da Sao Nicolao im noerdlichen Teil der Insel sehr hoch ist, koennen dort die Passatwolken kondensieren und den Niederschlag liefern, der diesen Teil der Insel sehr fruchtbar macht. Wir saugen das Gruen regelrecht auf, das letztemal haben wir so eine Landschaft im letzten August in Falmouth gesehen. Hier wachsen Bananen, Zuckerrohr, Kokos-, Papaya- und Orangenbaeume und es werden viele Gemuesesorten angebaut. Antonio haelt ueberall wo es etwas zu sehen gibt, die Aussicht ins Tal ist wirklich herrlich. Unterwegs stoppen wir auch an einer Groquedestille, aber der Schnaps ist uns mit 12 Euro pro Liter dann doch zu teuer. Da warten wir lieber bis Brasilien. In Ribeira Brava herrscht bis mittags um 13 Uhr quirliges Leben, danach erscheinen die Strassen wie ausgestorben. Sind wohl alle auf dem Sofa zum Mittagsschlaf. Nach einem Bier in einer Bar am ausgetrockneten Fluss, welcher der Stadt ihren Namen gibt, fahren wir weiter nach Preguica. Dort haben wir ja geankert und wollen den Ort nun auch mal von der Landseite aus besuchen. Vom Ankerplatz sah alles sehr geheimnisvoll aus, aber eigentlich hat Preguica nur noch nostalgischen Reiz, der bedeutenste Hafen der Insel, ist jetzt Tarrafal. Nach einem kurzen Spaziergang fahren wir dann auch zurueck, wieder durch das fruchtbare Tal, zum Ankerplatz. Dank Antonio hatten wir einen schoenen und interessanten Tag und nach einem Drink auf der “Leoa” mit Anne und Jochen, sind wir dann auch regelrecht geschafft.
Da unsere Wassertanks fast leer sind, machen wir uns am Tag danach mit unseren Kanistern auf den Weg, um Wasser zuholen. Im Segelfuehrer wird zwar der Wasserhahn in der Naehe der Dighipier angepriesen, aber anscheinend wird er nur zeitweise geoeffnet, denn es ist nicht moeglich dort unsere Kanister zu fuellen. Also gehen wir weiter ins Dorf und nachdem wir ca. 30min “Aqua, Aqua” gefragt und die Kanister wie Kunstobjekte vorgezeigt haben, erbarmt sich ein Mann und fuehrt uns zur zentralen Wasserstelle. Die ist erstmal geschlossen, aber Josef weiss auch wo der Schluessel ist und dann helfen fast alle Kinder des Dorfes, die Kanister zu fuellen. Sie lassen es sich auch nicht nehmen, diese unter grossem Gelaechter zum Dinghi zu schleppen und beim Aufladen und Ablegen zu helfen. Wir nehmen 2 kleine Maedchen, Maria und Francesa, mit an Bord, um ihnen Suessigkeiten und Stifte fuer alle Helfer mitzugeben. 2 Stunden hat das Wasserholen gedauert, aber wir haben unseren Spass gehabt und die Tank sind wieder voll.
So koennen wir dann am Sonntag, nachdem wir uns beim Hafenpolizisten abgemeldet haben, nach Santa Luzia starten. Obwohl sich in der Bucht von Tarrafal kein Lueftchen regt, koennen wir nach 3sm die Segel setzten und haben bis zum Ankerplatz guten Wind. Wir segeln mit “Just do it” um die Wette, obwohl die beiden nach uns gestartet sind, treffen wir gleichzeitig auf Santa Luzia ein. Die Suche nach einem guten Ankerplatz, dauert mal wieder seine Zeit, denn unter dem strahlendweissen Sand liegen immer wieder Felsen. Die unbewohnte Insel wird nur zeitweise von Fischern angelaufen und ist ideal zum Baden und Entspannen. Der lange, weisse Sandstrand begeistert uns, wir gehen wandern, faulenzen im Sand und geniessen das Robinsonleben. Wir beschliessen noch einen Tag laenger zu bleiben. Am naechsten Morgen geht Norbert mit der Harpune fischen und kommt auch mit 4 Papageifischen zum Abendessen zurueck. Aber am Abend nimmt der Wind weiter zu und kaum sind Anke und Martin bei uns angekommen, sehen wir ihr Schiff treiben. Die beiden fahren schnell zurueck, aber da hat sich der Anker schon wieder eingegraben. Es ist nichts passiert, die “Just do it” liegt nur 20m weiter hinten. Aber ein Schreck war es allemal und so koennen wir gut verstehen, das sie ihr Boot heute abend nicht mehr verlassen wollen. Also geben wir ihnen den gegrillten Fisch und Kartoffelsalat mit und jeder isst bei sich. Ueber UKW werden aber Komplimente an den Fischer und die Koechin uebermittelt. Da der Wind auch die ganze Nacht in Boen von 8 Bft. von den Bergen fegt, sitzten wir Ankerwache und sind dementsprechend am naechsten Tag ganz schoen muede.
Aber trotzdem machen wir uns auf den Weg, um nach Brava zu segeln. Unsere letzte Insel auf den Kapverden. Anke und Martin muessen zurueck nach Sal, sie erwarten ein Paket. Also heisst es mal wieder Abschiednehmen von guten Freunden, aber wir freuen uns auf das Wiedersehen in Brasilien. Norbert und ich segeln die 120sm in 20 Stunden und sind am Donnerstag, bei Sonnenaufgang in Furna/Brava. Dort ankert man und bring Heckleinen zum Land aus. Hier bewaehrt es sich, das wir 2mal 100m Festmacherleinen an Bord haben, denn die Distanz zum Land ist ziemlich gross. Der Ankerplatz ist der erste auf den Kapverden, aufdem man nicht dem stetigen NO-Passat ausgesetzt ist und in dem auch kein Schwell ist. Wir geniessen diesen ruhigen Platz, jetzt merkt man erstmal, wie doll es sonst gewackelt hat. Beim Anlanden der Leine, haben uns 2 Einheimische geholfen, John und Manuel. Manuel faehrt auf Containerschiffen zur See und John ist eigentlich Fischer, hat aber momentan keine Arbeit, weil er nach einer Operation nicht schwer heben darf. Er fueht uns im Dorf umher, macht uns mit seinem Freund, dem Hafenpolizisten bekannt. Trotz dieser Beziehungen kann uns George aber keinen Ausreisestempel fuer unseren Pass besorgen, dafuer muessten wir zurueck nach Santiago. Wir beschliessen es zu wagen und ohne den Stempel nach Brasilien zu segeln. Wir koennen uns mit John in einer Mischung aus Englisch und Portugiesisch unterhalten. Als ich ihm erzaehle, das ich Krankenschwester bin, fragt er ob ich nach seiner 75 jaehrigen Mutter schauen kann. Sie haette einen ganz geschwollenen Hals und kann nicht schlucken. Am Nachmittag gehen wir dann zu ihm nach Hause und ich sehe das die Mutti eine dicke Angina hat. Ich habe ihr Antibiotika gegeben und hoffe das es bald besser wird. Als Dank bekommen wir am Abend frischen Fisch, als der Bruder von John vom fischen zurueck kommt. Norbert verabredet sich mit John fuer den naechsten Tag, sie wollen angeln gehen. Es ist ganz einfach, hier Leute kennenzulernen, alle sind wirklich sehr freundlich und aufgeschlossen. Und keiner bettelt, oder ist aufdringlich. die Kinder fragen oft nach Stiften fuer die Schule, da haben wir zuhause vorgesorgt und koennen so auch jedem Kind, welche geben. Sie freuen sich aber auch sehr, wenn es noch einen Lolli dazu gibt. Die Menschen auf den Kapverden sind zwar arm, aber es leidet keiner Hunger und vorallem strahlen sie Lebensfreude und Zufriedenheit aus. Als Norbert am naechstem Tag mit John angeln ggeht, fahre ich im Aluguer nach Vila Nova Sintra, die Inselhauptstadt. Brava ist zwar die kleinste, bewohnte Insel der Kapverden, gilt aber als eine der schoensten. Auf der Fahrt bestaetigt sich dies, ueberall bluehen Blumen, Buesche von Hibiskus, Oleander und Bougainvillea. Aber nochmehr interessiert mich das Obst und Gemueseangebot, denn ich will fuer die Atlantikueberquerung Frischproviant bunkern. Obst und Gemuese sind zwar teuer, aber fuer 3 Wochen Atlantik, braucht man ein paar Vitamine. Ausser Zitronen bekomme ich auch alles und spaeter werden uns vorallem die kapverdianischen Kartoffeln schmecken. Ich bin gerade zurueck an Bord, als Norbert und John vom Angeln kommen. Sie waren nicht gerade erfolgreich, jeder hat nur eine kleinen Fisch gefangen, aber da John`s Freund Mitleid hatte und ihnen noch 2 groessere Fische schenkt, laden wir John zum Abendessen ein und verbringen gemeinsam einen netten Abend an Bord. Obwohl es uns in Furna sehr gut gefaellt, beschliessen wir am naechsten Tag, auf die andere Seite der Insel, nach Faja de Aqua, zu segeln, um uns vor der Atlantikueberquerung noch 2 Tage zu erholen und von dort aus nach Brasilien zu starten. Wir verabschieden uns von John mit dem Versprechen die gemeinsamen Fotos in Brasilien entwickeln zu lassen und ihm zu schicken und holen die Heckleinen ein und gehen Ankerauf. Wir segeln langsam, dicht unter der Nordkueste von Brava um die Ecke, nach Faja de Aqua. Dort erwartet uns eine boese Ueberraschung, der Schwell steht direkt in die Bucht. Wir werfen zwar den Anker, aber da um uns herum, das Wasser zu kochen scheint und ca.15m hinter uns eine Riesenwelle an den Strand donnert, beschliessen wir nach einer halben Stunde, den Ankerplatz zu verlassen.
Das heisst wir verlassen die Kapverden und starten zur Atlantikueberquerung. Auf geht es, mit gemischten Gefuehlen, nach Brasilien!!!!!