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14.10.2004

5.4. Alvor

Abgelegt unter: 005.4. Alvor — admin @ 18:20

Geschichten aus Alvor - Highlights in Alvor


Wir haben viele schöne und interessante Erlebnisse während unserer Zeit in Alvor gehabt.
Z.b als unsere Freundin Maren endlich von ihrem Deutschlandbesuch zurückkam. Es ist schon witzig, Maren, Thomas, Jenny und Paul leben schon seit 5 Jahre in Portugal, und als wir nach mühsamer Reise, endlich an der Algarve ankommen, sind sie in Deutschland im Urlaub. Aber dann treffen wir uns nach 3 Jahren wieder und es ist, als wenn wir uns vor einer Woche das letztemal gesehen hätten.

 

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Wir planen auch gleich eine Segeltour mit Maren und den Kindern. Wir wollen uns für die Hilfe von Maren, hier nochmal vielen Dank für deine Unterstützung und die ungefähr 20kg Wäsche, die du für uns gewaschen hast, revanchieren und mal zeigen was Langzeitsegler so drauf haben. Maren, Jenny und ihr Freund Richie, Paul und Freund Ralf, kommen an Bord. Mit dabei ist ungefähr Verpflegung für 20 Mann, 2 Angeln, ein Surfboard und viele Taschen usw.

 

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Knapp bekommen wir den Anker hoch und dann segeln wir erstmal gemütlich Richtung Sagres. Es wird gegessen, getrunken und geangelt. Der Wind nimmt zu und wir müssen tatsächlich noch unsere kleine Fock rausholen.

 

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Also mit Segelmanövern hatten wir ja heute garnicht gerechnet. Wir kreuzen näher an die Küste und werfen den Anker vor Rocha Nergo, da Paul hier mal die Wellen mit den Surfbrett testen will. Glücklicherweise war er im Schwimmkurs, denn es ist ganz schon weit bis zum Strand. Der Wind frischt immer weiter auf und kommt in Fallboen den Felsen runter gefegt. Wir holen den Anker hoch und machen uns auf den Rückweg. Da bekommen wir dann richtig eins auf die Nase, Boen von 8Bft. legen unser Schiff auf“s Wasser, die Kinder verkriechen sich in den Salon und fragen immer mal nach, ob diese Schräglage normal ist.

 

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Maren wundert sich laut, das wir überhaupt bis zur Algarve gekommen sind. Wir finden die Segelei in den Boen auch doof, sind aber zu faul, für die letzten 2sm zu reffen. Dann sind wir in der Einfahrt zur Lagune und bergen die Segel. Alle kommen wieder an Deck und haben Spaß an der Fahrt zum Ankerplatz. Wir haben was dazugelernt, Segeln unter der steilen Felsküste, kann ganz schön hart sein. Aber wir hatten alle unseren Spaß und so sind dann auch die Kinder wieder munter, als Norbert sie zurück an Land bringt.

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14 Tage später sind wir wieder mit Maren verabredet, wir wollen einen Ausflug an die Westküste machen, wo Paul den beiden alternden Seglern Tom und Norbert, einige Wellensurftricks beibringen will. Das geht so ziemlich daneben, der einzige der auf dem Brett zum Stehen kommt, ist Paul. Tom und Norbert plantschen irgendwie nur mit dem Surfbrett in den Wellem umher.

 

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Wir Mädels machen Extrembeaching am Strand, das können wir perfekt. Am Nachmittag fahren wir dann zu Maren und Thomas`s Haus, springen nochmal schnell in den Pool und grillen später Sardinen. Wir haben einen schönen Abend, bis Maren uns zurück bringen muß, damit wir noch bei Ebbe zu unseren Schlauchbooten zurück laufen können, die wir hinter der Sandbank verankert haben. Und so sieht man dann, 4 mit Wäsche beladene Gestalten, im Vollmondschein, über die Sandbank wandern. Wir kommen gerade noch zu Fuß durch den Fluß, auf die Sandbank. Eine halbe Stunde später, hätten wir wohl schwimmen müssen. Unsere Schlauchboote liegen wie verlassen vor Anker und warten auf uns. Volle Kraft voraus, geht`s zurück zum Schiff.

Kurz vor unserer Abreise zu den Kanaren, haben wir nochmal Segelgäste. Maren hat einige Kollegen und Freunde motiviert und so starten wir mit 7 Gästen zu einem Tagestörn. Essen und Getränke wurden schon am Vortag auf`s Schiff gebracht, wieder mal viel zu viel. Bei herrlichstem Sonnenschein geht`s los in Richtung Portimao. Vor der Küste segeln neben uns auch noch die deutsche “Gorchfock” und das Segelschulschiff der Portugiesen, die “Sagres”. Wir kommen uns vor, wie auf der Hansesail und genießen bei leichten Winden diesen Anblick. Leider schafft es einer unser Gäste, bei 1,7kn Fahrt, seekrank zu werden und so beschließen wir dann irgendwann umzukehren. Wir wollen ja auch noch grillen und dafür müssen wir einen geeigneten Platz finden. Gleich hinter der Mole werden wir fündig, eine kleine Sandbank, die auch bei Hochwasser noch sichtbar ist. Nach einem Blick in den Tidenkalender, beschließen wir es zu wagen. Wir werfen den Anker und das Ausschiffen der Gäste, samt Grillzubehör beginnt. Als das Wasser dann doch noch etwas steigt, wird es ziemlich eng auf dem Stück Sandbank, da auch einige Kitesurfer hier auf Wind warten. Aber die Optimisten unter uns behalten recht, irgendwann fällt das Wasser und wir haben eine tolle Grillparty mit riesigen, vorher in Mayonnaise und Rotwein eingelegten, Fleischspießen und behalten trockene Füße. Als es dunkel wird, geht`s per Dinghi zurück zum Schiff, dann Ankerauf nach Alvor. Unsere Gäste und auch wir hatten mal wieder jede Menge Spaß.

Wir hoffen, euch mit unseren Geeschichten aus Alvor, Freude bereitet zu haben. Für uns war es eine wunderbare Zeit, wir werden dem sicheren Ankerplatz bestimmt noch lange nachtrauern. Denn auf den Kanarischen Inseln und den Kapverden sind solch geschützte Ankerplätze selten. Aber wir werden neue Dinge erleben, neue Freunde kennenlernen und euch auf dem Laufenden halten. Wir würden uns freuen, wenn ihr auch mal in unser Gästebuch schreibt, ob euch unsere Berichte gefallen, oder auch was wir noch besser machen können. Bis demnächst, bald werden wir von unsere Überfahrt nach la Graciosa berichten.

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